Die verfügbaren Realeinkommen (Einkommen nach Abzug von Inflation und Steuern) der Russen wachsen offiziellen Daten zufolge so stark wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr. Im zweiten Quartal stiegen sie um 9,6% zum Vorjahresquartal, wie die Statistikbehörde Rosstat berichtet. Das sei das höchste Quartalswachstum seit der Einführung einer neuen Statistikmethode im Jahr 2014, merkt dazu das Wirtschaftsmagazin RBC an. Der bisherige Rekord stammt aus dem ersten Quartal des Krisenjahres 2022, als die verfügbaren Realeinkommen laut Rosstat um 8,9% zum Vorjahr zulegten. Im Gesamtjahr 2023 stiegen sie um 5,8%, im ersten Halbjahr 2024 wurde eine Zunahme von 8,1% verzeichnet. Die Reallöhne stiegen 2024 bisher um 10,1% auf durchschnittlich 86.384 Rubel (930 Euro) pro Monat. Die Zeitung Vedomosti führt den Anstieg vor allem auf den Fachkräftemangel zurück: Im Juni sank die Arbeitslosigkeit um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Mai und erreichte mit 2,4% ein neues Allzeittief. / [Rosstat](
https://rosstat.gov.ru/storage/mediabank/osn-06-2024.pdf), [RBC](
https://www.rbc.ru/economics/31/07/2024/66aa58969a794780e7edc9f6?ysclid=lzf9z4lvx780165044), [Vedomosti](
https://www.vedomosti.ru/economics/articles/2024/07/31/1053165-realnie-dohodi) (alle RU)