Gefahr für Gaslieferungen

Die verbleibenden russischen Gasexporte nach Europa geraten weiter unter Druck. In der Nacht auf Mittwoch veröffentlichte der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV eine sogenannte „dringende Marktbotschaft“ und warnte darin vor einem möglichen Stopp der russischen Lieferungen zumindest nach Österreich, wo OMV der einzige Importeur von russischem Gas ist. Anlass ist das Urteil eines „ausländischen Gerichts“ zugunsten eines „großen europäischen Energieunternehmens“ und zulasten Gazproms, wie OMV ausführt, ohne Details zu nennen. Als Folge davon könnten Zahlungen von OMV an Gazprom für das Gas gepfändet werden. Basierend auf dem „Verhalten von Gazprom Export in ähnlichen Situationen“ sei damit zu rechnen, dass die Russen dies mit einem Stopp der Lieferungen beantworten, so die Mitteilung. Während OMV beteuert, über genügend alternative Gaslieferanten zu verfügen, könnte Gazprom dadurch rund 1,4 Mrd. US-Dollar pro Jahr an Exporteinnahmen verlieren. Auf diese Summe schätzt die Wirtschaftszeitung Kommersant den Wert der russischen Gaslieferungen nach Österreich, den größten verbleibenden europäischen Kunden des Staatskonzerns. / [OMV](https://www.omv.com/de/news/stellungnahme-der-omv-zu-gaslieferungen-im-rahmen-des-vertrags-mit-gazprom-export-fuer-das-sterreichische-marktgebiet-ost), [Der Standard](https://www.derstandard.de/story/3000000221161/omv-warnt-vor-moeglichem-stopp-russischer-gaslieferungen), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6714841) (RU)

25.05.2024

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