Gazproms neue Kunden
Der Erdgaskonzern Gazprom baut seine Lieferungen nach Zentralasien aus. Bisher ist die Region der einzige neue Markt, den der Staatskonzern seit dem Ende der Exporte nach Europa erschlossen hat, bemerkt die Wirtschaftszeitung Kommersant. So hat Usbekistan seit vergangenem Oktober von Gazprom 1,22 Mrd. Kubikmeter Gas bezogen, der Liefervertrag umfasst ein Volumen von bis zu 3 Mrd. Kubikmeter Gas im Jahr. In Zukunft dürfte sich diese Menge fast vervierfachen. Nach Angaben Kasachstans, durch das die russischen Gaslieferungen nach Usbekistan fließen, ist eine Erhöhung des Transits ab 2026 auf 11 Mrd. m³ geplant. Wie der Kommersant erfuhr, verlangt Gazprom von Usbekistan im vergangenen Jahr 160 US-Dollar pro 1000 m³ Gas. Die Türken und Chinesen mussten dagegen 260-280 Dollar zahlen. Trotz des weit niedrigeren Preises mache Gazprom mit seinen Lieferungen nach Usbekistan noch Gewinn, den Experten auf 20-22 Dollar pro 1000 m³ schätzen. Weitere Gaskunden in Zentralasien sind Kasachstan, das 2023 rund 7,25 Mrd. m³ bezog, und Kirgisistan (0,39 Mrd. m³). Zum Vergleich: 2021 exportierte Gazprom 155 Mrd. von insgesamt 185 Mrd. m³ Gas in die EU. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6553261) (RU), [Vedomosti](https://www.vedomosti.ru/business/news/2023/01/02/957959-miller) (RU)
10.03.2024
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