Gastanker verlieren EU-Häfen
Russische Flüssiggastanker dürften künftig asiatische anstelle von europäischen Häfen anlaufen. Das schreibt die Wirtschaftszeitung Kommersant mit Verweis auf das im Juni beschlossene 14. Sanktionspaket der EU. Sie sehen Strafmaßnahmen gegen den russischen Schifffahrtskonzern Sowkomflot und dessen Generaldirektor Igor Tonkowidow vor. Obwohl viele Tanker des Konzerns seit vergangenem Jahr in Dubai registriert sind, könnten sie beschlagnahmt werden, sollten sie einen Hafen innerhalb der EU anlaufen, so der Bericht. Daher dürften sie künftig nur noch die Türkei und Länder im asiatisch-pazifischen Raum ansteuern, erwartet das Blatt. Einer der modernsten und größten Flüssiggastanker von Sowkomflot, die „Christophe de Margerie“, sei bereits auf der Nordostpassage nach China unterwegs. Das Schiff transportiert vermutlich Flüssiggas (LNG) des Projekts Yamal LNG. Da es im Norden Sibiriens liegt, ist es weniger auf den europäischen Markt angewiesen als die LNG-Anlage Portowaja am finnischen Meerbusen und die Gastanker, die von ihr aus bisher den europäischen Markt bedienten. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6822947) (RU)
17.07.2024
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