Der Umstieg der EU von Pipelinegas auf Flüssiggas (LNG) sollte ursprünglich der Diversifikation der Importe dienen. Doch nun droht die EU, in die Abhängigkeit von LNG aus den USA zu geraten, konstatiert der US-amerikanische Energie-Thinktank IEEFA in seinem neuesten Bericht. Im 1. Quartal bezogen die EU-Länder 63% ihrer LNG-Importe aus den USA, im Gesamtjahr 2025 waren es 58%. Auch die LNG-Importe aus Russland gewannen an Bedeutung, ihr Anteil stieg von 12% im Jahr 2025 auf 13% im 1. Quartal 2026. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten die Analysten einen US-Anteil von zwei Dritteln, bis 2028 könnte er sogar auf 80% steigen. Dabei sei amerikanisches LNG „im Schnitt das teuerste für europäische Käufer“, schreibt der US‑Thinktank.
Auch der Anteil von LNG an den Gasimporten nach Europa insgesamt steigt immer weiter. Im 1. Quartal 2026 entfielen laut IEEFA 62% auf LNG, nach 58% im Gesamtjahr 2025. / IEEFA (EN), Kommersant (RU)