EU will LNG-Ausstieg forcieren

Die Europäische Union will schneller aus russischem Flüssigerdgas (LNG) aussteigen. Das geht aus dem 19. Sanktionspaket hervor, das EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag vorgelegt hat. Als neues Zieldatum nannte sie den 1. Januar 2027. Damit soll das Importverbot für russisches LNG um ein Jahr vorgezogen werden. Mit ihrer Ankündigung reagiere die Kommissionschefin auf Druck von US-Präsident Donald Trump, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von Beamten in Brüssel. Trump habe verlangt, dass die Europäer schneller aus russischer Energie aussteigen sollten. Laut Eurostat-Daten bezog die EU im ersten Halbjahr 2025 um 9% mehr Gas aus Russland als im Vorjahreszeitraum, berichtet der russische Sender BFM. Für russisches Pipelinegas zahlten die Mitgliedstaaten zusammen fast 3 Mrd. Euro. Die LNG-Importe aus Russland erhöhten sich um 1 Mrd. auf 4,5 Mrd. Euro. Das 19. Sanktionspaket gegen Russland soll nun den EU-Mitgliedstaaten zur Genehmigung vorgelegt werden. / [Reuters](https://www.reuters.com/business/energy/eu-will-propose-banning-russian-lng-imports-by-jan-1-2027-sources-say-2025-09-19/) (EN), [BFM](https://www.bfm.ru/news/584426) (RU)

23.09.2025

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