Im Februar hat die EU sämtliche Lieferungen von Flüssiggas (LNG) des russischen Projekts Yamal LNG abgenommen. Im vergangenen Monat haben 21 Flüssiggastanker mit insgesamt 1,54 Mio. Tonnen LNG das mehrheitlich von Novatek kontrollierte Projekt in Nordsibirien verlassen. Alle brachten ihre Ladung zu Häfen in der EU, berichtet die deutsche Umweltschutzorganisation Urgewald. Im Januar waren es 23 von 25 Tankern, wobei zwei Ladungen nach China gingen. Sie waren 44 und 58 Tage unterwegs, während die Fahrten nach Europa gewöhnlich 6 bis 9 Tage dauern.
Das ebenfalls in Berlin ansässige Wirtschaftsportal IntelliNews erklärt die hohe Nachfrage der EU mit dem kalten Winter und den niedrigen Gasspeicherständen. Die Marktdaten zu Yamal LNG zeugten von einem Widerspruch zwischen „Brüsseler Rhetorik“ und den Käufen von russischem LNG, konstatiert das Portal in seinem Bericht. Die EU habe „Prinzipien über Profit“ gestellt, im Ergebnis schadeten die Sanktionen nun Europa mehr als Russland, lautet das Urteil. / IntelliNews, Urgewald 1, 2 (beide EN)
EU einziger Yamal-LNG-Kunde
19.03.2026
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