Ersatz für Lukoil-Öl

Trotz der ukrainischen Sanktionen beziehen Ungarn und in die Slowakei weiter russisches Öl. Statt von Lukoil bekommen sie dieses allerdings jetzt von Tatneft, ebenfalls ein russischer Konzern. Das berichten übereinstimmend Medien wie Bloomberg aus den USA und Kommersant aus Russland unter Verweis auf Branchenkreise. Den Angaben zufolge stockte Tatneft seine Exporte durch die Ukraine deutlich auf und ersetzte damit das weggefallene Lukoil-Öl fast vollständig. Laut Bloomberg wurden im Juli insgesamt 436.000 Tonnen russisches Rohöl durch den südlichen Strang der Druschba-Pipeline nach Ungarn gepumpt. Tatneft war mit 77% der wichtigste Lieferant. Von den 356.000 Tonnen, die in die Slowakei flossen, stammten sogar 92% von Tatneft. Im ersten Halbjahr hatten die Anteile noch bei 34% bzw. 53% gelegen. Ungarn und die Slowakei gehören zu den wenigen EU-Ländern, die trotz des europäischen Embargos noch russisches Öl beziehen. Im Juli stoppte die Ukraine den Transit von Lukoil-Öl über ihr Staatsgebiet nach Westen. Ungarn und in die Slowakei warfen Kiew vor, damit gegen das EU-Assoziierungsabkommen zu verstoßen. Sie forderten von Brüssel Gegenmaßnahmen. Die EU-Kommission erklärte, sie werde sich in den Streit nicht einmischen. / [RBC](https://www.rbc.ru/economics/28/08/2024/66cf539d9a794718f17b3113) (RU)

02.09.2024

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