Die Aktionäre des in Barnaul ansässigen Unternehmens „Russky Cholod“, eines der größten Speiseeishersteller Russlands, haben beschlossen, die Firma zu liquidieren, wie die Wirtschaftszeitung „Kommersant“ berichtet. Grund dafür könnte eine hohe Verschuldung sein. Die lokalen Behörden haben bereits Mitteilungen von mehreren Unternehmen der Holding über die Produktionseinstellung und Mitarbeiterentlassung erhalten. Interesse an den Vermögenswerten des Unternehmens zeigt die Investmentgruppe A1, die das Geschäft mitsamt den Verbindlichkeiten übernehmen könnte.
Die Probleme des Unternehmens wurden im Mai 2026 bekannt, als die Holding die Lieferungen an ihre Partner einstellte und eine Finanzprüfung einleitete. Die Gesamtverschuldung der vier Hauptunternehmen von „Russky Cholod“ belief sich im Jahr 2025 auf über 12,5 Mrd. Rubel (150 Mio. Euro), wie aus dem SPARK-Unternehmensregister hervorgeht. Zu den Gläubigern der Gruppe gehören „Sber“, T-Bank, Alfa-Bank, Ozon-Bank und die Bank „Rossiya“. / Kommersant (RU)