Russische Unternehmen sind zunehmend mit neuen Zöllen auf Waren konfrontiert, die sie über Partnerländer in der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) beziehen. Laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes erheben die Zollbehörden erhöhte Zölle auf Produkte, die zuvor als „Unionswaren“ galten und bei der Einfuhr nach Russland keiner erneuten Verzollung unterlagen. Dies betrifft unter anderem Waren aus einer speziellen Regierungsliste mit Zollsätzen zwischen 15% und 50%. Forbes merkt an, dass der Zoll auf französisches Parfüm von 6,5% auf 20% gestiegen ist, bei Lippenstift beträgt der Anstieg 35%.
Juristen weisen darauf hin, dass diese Zusatzgebühren seit 2025 weit verbreitet sind, insbesondere bei Kosmetik- und Bekleidungslieferungen über Kasachstan. Laut Experten widerspricht diese neue Praxis den Prinzipien des EAWU-Binnenmarktes, wonach Zölle nur einmal entrichtet werden müssen. Infolgedessen reduzieren Unternehmen ihr Produktsortiment, während die Logistikkosten aufgrund verstärkter Kontrollen steigen. / Forbes, Kommersant (beide RU)