Deutsche Industrie mit Auftragseinbruch
Nach einem Auftragsplus im Dezember hat die deutsche Industrie Anfang 2024 einen massiven Einbruch der Bestellungen erlitten. Laut Statistischem Bundesamt verringerte sich das Neugeschäft im Januar um 11,3% im Vergleich zum Vormonat. Ökonomen hatten lediglich mit einem Minus von 6% gerechnet. Den starken Rückgang führen die Statistiker auf das hohe Volumen an Großaufträgen im Dezember zurück: „Im Januar 2024 befand sich das Großauftragsvolumen wieder auf einem durchschnittlichen Niveau.“ Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von November 2023 bis Januar 2024 um 2,3% höher als in den drei Monaten zuvor. Europas größte Volkswirtschaft habe die jüngste Malaise immer noch nicht überwunden, kommentiert die US-Nachrichtenagentur Bloomberg. Im vergangenen Jahr habe Deutschland als einziges Land der G7 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verzeichnet. Vor dem Hintergrund der schwachen globalen Nachfrage, der hohen Inflation, des Wegfalls billiger russischer Energielieferungen und der Beschränkung der Haushaltsausgaben schrumpfte die deutsche Wirtschaftsleistung 2023 um 0,3%. Laut der aktuellen Prognose der Bundesregierung vom Februar soll das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr lediglich um 0,2% wachsen. Eine frühere Prognose ging von einem Wachstum von 1,3% aus. / [Stat. Bundesamt](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/03/PD24_086_421.html), [Bundesregierung](https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/jahreswirtschafsbericht-2024-2261242), [Bloomberg](https://www.bloomberg.com/news/articles/2024-03-07/german-factory-orders-plummet-as-major-orders-retreat) (EN), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6560328) (RU)
09.03.2024
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