Dämpfer für Türkei-Handel
Das Handelsvolumen zwischen Russland und der Türkei ist in den vergangenen zwölf Monaten stark eingebrochen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Daten des türkischen Handelsministeriums. Demnach wurden zwischen Februar 2023 und Februar 2024 Waren im Wert von nur 670 Mio. US-Dollar aus der Türkei nach Russland exportiert. Dies entspricht einem Rückgang von 33% gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1,1 Mrd. Dollar). Die türkischen Importe aus Russland gingen im selben Zeitraum um 36,7% auf 1,3 Mrd. Dollar (Vorjahr: 2 Mrd. Dollar) zurück. Hintergrund sei, dass türkische Banken sich aus Sorge vor US-Sanktionen weigerten, Zahlungen mit Russland abzuwickeln, mutmaßt Reuters. Im Dezember hatte US-Präsident Joe Biden Banken weltweit Sekundärsanktionen in Aussicht gestellt, sollten sie Russland bei der Umgehung von Sanktionen helfen. Bidens Drohung habe den Zahlungsverkehr zwischen beiden Ländern belastet, bestätigte ein Brancheninsider. Türkische Banken fürchteten um den Zugang zum Dollar, auf den fast die Hälfte der weltweiten Finanztransaktionen entfällt, und verschärften den Umgang mit russischen Kunden. Laut einem weiteren Informanten müssen russische Öllieferanten jetzt teilweise wochenlang auf Zahlungen aus der Türkei warten. Dennoch soll russisches Rohöl vorerst reibungslos in die Türkei geliefert werden. / [Türkisches Handelsministerium](https://ticaret.gov.tr/istatistikler/bakanlik-istatistikleri/dis-ticaret-istatistikleri/subat-ayi-dis-ticaret-istatistik-tablolari) (TR), [Reuters](https://www.reuters.com/world/turkeys-feb-exports-russia-down-34-year-earlier-2024-03-02/) (EN), [RBC](https://www.rbc.ru/business/02/03/2024/65e32a199a79477d9581f093?from=copy)
04.03.2024
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