China wirbt Arbeitsmigranten ab

Russland könnte seinen Rang als Hauptziel für die Erwerbsmigration aus Zentralasien bald verlieren, warnt Demografie-Forscherin Marina Chramowa von der Russischen Akademie der Wissenschaften. „Wir sehen erste Anzeichen für eine wachsende Arbeitsmigration aus Tadschikistan nach China“, so Chramowa im Gespräch mit dem Magazin RBC. Arbeitsuchende Usbeken, die es traditionell immer nach Russland zog, schauten immer öfter nach Europa. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar würden zentralasiatische Arbeitskräfte seit Jahren mit attraktiven Arbeitsbedingungen locken. Um insbesondere für qualifizierte ausländische Fachkräfte attraktiv zu bleiben, müssten russische Arbeitgeber bessere Arbeitsbedingungen wie höhere Gehälter oder betriebliche Krankenversicherung anbieten, rät die Forscherin. Als nicht zielführend sieht sie in diesem Zusammenhang den Vorschlag des russischen Innenministeriums, das Vorgehen gegen die illegale Migration zu verschärfen. Jüngsten Schätzungen zufolge gebe es in Russland fast vier Millionen illegale Migranten, sagt Chramowa und warnt: Schärfere Regeln würden auch legalen Zuwanderern schaden. / RBC [1](https://www.rbc.ru/economics/10/02/2024/65c5dfca9a794768ad46dd4d), [2 (alle RU)](https://www.rbc.ru/economics/10/02/2024/65c5fa119a79478ff137fb65?from=copy)

12.02.2024

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