China-Überweisungen kommen zurück

Russische Unternehmen sind beim Bezahlen ihrer Importe aus China auf ein neues Problem gestoßen. Einige Überweisungen werden von chinesischen Banken monatelang bearbeitet und am Ende doch abgelehnt. Oft passiert das, wenn die zu bezahlende Ware schon in Russland angekommen ist. Dies erfuhr die Zeitung Vedomosti u.a. von vier Unternehmern und einer russischen Bank. Ein Importeur berichtete, dass seine Überweisung an eine chinesische Großbank nach drei Monaten plötzlich wieder auf seinem Konto gelandet sei. Die bestellte Ware sei zu dem Zeitpunkt schon in Russland gewesen und habe den Zoll passiert. In einem weiteren Fall wurde das Geld vom chinesischen Lieferanten selbst zurücküberwiesen, weil dieser über den eingegangenen Betrag aus irgendeinem Grund nicht verfügen konnte. Solche Fälle sind auch russischen Rechtsanwaltskanzleien wie FTL Advisers, SinoRuss oder Nordic Star bekannt. Sie seien aber keine Massenerscheinung, u.a. weil chinesische Exporteure zunehmend gegen Vorkasse oder per Akkreditiv nach Russland liefern würden, sagte der geschäftsführende Partner der Kanzlei Nordic Star, Andrej Gussew. Ihm zufolge sind die Gründe, warum eine Zahlung von der Bank zurückgewiesen werden kann, vielfältig. Dazu könnten neben der Angst vor US-Sekundärsanktionen auch falsche Kontodaten oder ein Verstoß gegen die chinesischen Regeln zur Währungskontrolle gehören. / [Vedomosti](https://www.vedomosti.ru/finance/articles/2024/08/20/1056702-kitaiskie-banki-vozvraschayut-platezhi-za-uzhe-poluchennie-importerami-tovari), [Forbes](https://www.forbes.ru/finansy/519438-banki-kitaa-nacali-vozvrasat-platezi-za-uze-postavlennye-v-rossiu-tovary?utm_source=forbes&utm_campaign=interesting-today) (alle RU)

21.08.2024

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