Das Handelsgericht der Region Stawropol hat russische Vermögenswerte des deutschen Konsumgüterkonzerns Beiersdorf als Sicherheiten unter Arrest gestellt. Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, folgte das Gericht damit Anfang August dem Antrag der russischen Arnest-Gruppe, die im Auftrag Kosmetikartikel für Beiersdorf und andere ausländische Anbieter produziert. Seit 2022 hat Arnest sein Geschäft durch die Übernahme der Russlandaktiva ehemaliger ausländischer Partner wie Oriflame und Unilever erweitert.
Welche Aktiva von Beiersdorf betroffen sind, ist nicht bekannt. Die Dokumente legen jedoch nahe, dass zumindest ein großer Logistikkomplex bei Moskau betroffen ist. Der Anlass für den Streit der beiden Unternehmen ist offenbar ein geschäftlicher. Arnest hatte eine Preiserhöhung um fast 35% für im Auftrag gefertigte Deos und Rasierschäume verlangt, erfuhr die Wirtschaftszeitung RBC von einer Quelle. Beiersdorf habe jedoch nur 8% Aufpreis bezahlen wollen. Mittlerweile reichte der Nivea-Hersteller an den Handelsgerichten von Moskau und dem Gebiet Moskau Klagen gegen die Beschlagnahmung ein, so der Bericht. / RBC (RU)