Baubranche in Gefahr
Im russischen Baugewerbe droht eine Pleitewelle, schreibt die Wirtschaftszeitung Kommersant. Grund für die Sorge, die zuletzt von Spitzenpolitikern wie Vizepremier Marat Chusnullin und der Vorsitzenden des Föderationsrats Valentina Matwijenko offen geäußert wurde, ist der steigende Leitzins. So seien mehr als 80% der Kredite, die Immobilienunternehmen bei Banken aufgenommen haben, flexibel verzinst, berichtet der Branchenanalyst NF Group. Das bedeutet, dass die Kreditzinsen sich an der Höhe des Leitzinses (aktuell 21%) orientieren, wobei die Banken in der Regel 2% bis 3% aufschlagen. Wirtschaftlich vertretbar seien Kreditkosten in Höhe von 10% bis 12%, sagen Experten.
Neben den Zinsen leidet die Branche auch unter dem Wegfall eines Großteils der staatlich geförderten Immobilienkredite (siehe oben die Grafik des Tages). Das Consulting-Unternehmen Yakov and Partners erwartet im Basisszenario, dass der Markt für Neubauten im kommenden Jahr um 19% auf 5,3 Bio. Rubel (47 Mrd. Euro) schrumpft. Sollte der Leitzins nicht sinken und der Staat seine Hypotheken-Förderung weiter zurückfahren, halten die Analysten einen Einbruch um 29% für möglich. / Kommersant [1](https://www.kommersant.ru/doc/7330298), [2](https://www.kommersant.ru/doc/7330276) (RU)
Neben den Zinsen leidet die Branche auch unter dem Wegfall eines Großteils der staatlich geförderten Immobilienkredite (siehe oben die Grafik des Tages). Das Consulting-Unternehmen Yakov and Partners erwartet im Basisszenario, dass der Markt für Neubauten im kommenden Jahr um 19% auf 5,3 Bio. Rubel (47 Mrd. Euro) schrumpft. Sollte der Leitzins nicht sinken und der Staat seine Hypotheken-Förderung weiter zurückfahren, halten die Analysten einen Einbruch um 29% für möglich. / Kommersant [1](https://www.kommersant.ru/doc/7330298), [2](https://www.kommersant.ru/doc/7330276) (RU)
03.12.2024
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