Autoindustrie „in Panik“ wegen China
Chinas Ausfuhrkontrollen für Seltene Erden sorgen zunehmend für Alarmstimmung in der weltweiten Autoindustrie. Autobauer und Zulieferer suchten verzweifelt nach alternativen Bezugsquellen für Seltenerdmagnete, die aufgrund chinesischer Exportbeschränkungen knapp werden, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. „Die ganze Autobranche ist in voller Panik“, bestätigte Frank Eckard, Chef des Magnethändlers Magnosphere aus dem nordrhein-westfälischen Troisdorf. „Sie sind bereit, jeden Preis zu zahlen, wenn man nur liefern kann.“ Nach Angaben des Zuliefererverbandes Clepa stehen in mehreren Werken in Europa bereits Bänder still. Seltene Erden werden in Motoren und zahlreihen weiteren Komponenten eingesetzt. Peking hat im April als Antwort auf US-Zölle Exportkontrollen für sieben Seltene Erden eingeführt. China ist Schätzungen zufolge für 70% der weltweiten Förderung Seltener Erden verantwortlich. Bei der Verarbeitung der geförderten Seltenen Erden hat die Volksrepublik einen globalen Marktanteil von 85%, bei der Produktion von Legierungen und Magneten sogar von 90%. / [Reuters](https://www.reuters.com/business/autos-transportation/auto-companies-in-full-panic-over-rare-earths-bottleneck-2025-06-09/) (EN), [RBC](https://www.rbc.ru/rbcfreenews/68479e0a9a79475f537ca6cd) (RU)
11.06.2025
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