Ausnahmen für Großkonzerne

Sogenannte „ökonomisch bedeutende Organisationen“ (ESO) in Russland können auf die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten verzichten, zu der sie laut Gesetz bisher verpflichtet waren. Am Freitag veröffentlichte der Kreml einen entsprechenden Erlass von Präsident Wladimir Putin. Dort wird die Maßnahme als Reaktion auf die westlichen Sanktionen bezeichnet, vor denen die Unternehmen, ihre Eigentümer und Geschäftspartner offenbar geschützt werden sollen. Im vergangenen August hat der Kreml solchen Unternehmen u. a. erlaubt, die Mitspracherechte ihrer ausländischen Holdinggesellschaften einzuschränken. Die Liste der ESO wird von der Regierung geführt und ist nicht veröffentlicht. Zu den notwendigen Bedingungen, als ESO eingestuft zu werden, gehören ein Jahresumsatz von mehr als 75 Mrd. Rubel (776 Mio. Euro) sowie die Beschäftigung von mindestens 4000 Mitarbeitern. Der Unternehmerverband RSPP schätzt die Zahl der bisher so eingestuften Unternehmen auf rund 30. / [RBC](https://www.rbc.ru/business/27/01/2024/65b4c7449a7947f1b49cbe11) (RU), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6478977) (RU)

31.01.2024

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