Auslandskonten schmelzen

Russische Staatsangehörige haben Anfang Juli zusammen einen Gegenwert von 6,2 Bio. Rubel (aktuell 66,8 Mrd. Euro) bei Banken im Ausland gehalten. Das waren 2 Bio. Rubel weniger als im Januar und entsprach dem Wert von Mitte 2023, geht aus Daten der russischen Zentralbank hervor. Den Angaben zufolge holen Russen seit vier Monaten ihr Kapital zunehmend aus dem Ausland zurück. Allein im Juni zogen sie umgerechnet 55 Mrd. Rubel (592 Mio. Euro) von ihren ausländischen Konten ab.  
  
Im gesamten zweiten Jahresquartal waren es 86,4 Mrd. Rubel (930 Mio. Euro). Gleichzeitig überwiesen russische Privatpersonen immer weniger Geld ins Ausland. Im vergangenen Jahr summierten sich die Transfers auf 625 Mrd. Rubel (6,7 Mrd. Euro). In Rubel gerechnet waren das 28% weniger als 2023 (869,5 Mrd. Rubel) und fast 70% weniger als im Krisenjahr 2022 (2 Bio. Rubel). Seit März 2022 dürfen russische Staatsangehörige maximal 1 Mio. US-Dollar (oder einen Gegenwert in anderen Währungen) im Monat ins Ausland überweisen.  
  
Die von der Zentralbank zunächst für sechs Monate eingeführte Beschränkung wurde mehrmals – zuletzt bis Oktober 2025 – verlängert. / [Russ. Zentralbank](https://www.cbr.ru/Collection/Collection/File/57145/finflows_20250807.pdf), [Frank Media](https://frankmedia.ru/213646) (beide RU)

11.08.2025

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