Zurück in die Neunziger

Die deutschen Exporte in das postsowjetische Russland haben mehrere Talfahrten durchgemacht. Die Einzigartigkeit des jüngsten Einbruchs zeigt sich in der Entwicklung der monatlichen Exportvolumina. Entsprechende Daten stellt das Statistische Bundesamt auf seinem „Dashboard Deutschland“ bereit. So verteilte sich der Exportrückgang in der Weltfinanzkrise 2008 und 2009 um 36% recht gleichmäßig über ein gutes halbes Jahr. Die Talfahrt, die auf das Rekordjahr 2012 folgte, verlief über fast zwei Jahre, in denen die Exportvolumina Monat für Monat allmählich kleiner wurden, von 3,2 Mrd. Euro im Mai 2013 auf 1,8 Mrd. Euro im März 2015. Der dritte größte Rückgang in diesem Jahrtausend ereignete sich größtenteils innerhalb weniger Wochen. Im Februar 2022 beliefen sich die deutschen Exporte nach Russland noch auf 2,2 Mrd. Euro, im März sackten sie auf 0,9 Mrd. Euro ab. Seitdem sinken sie nur noch langsam. Im laufenden Jahr bewegen sich die Exporte zwischen 0,7 Mrd. und zuletzt nur noch 0,5 Mrd. Euro pro Monat. Für das 1. Halbjahr ergibt sich eine Summe von 3,8 Mrd. Euro. Das Resultat für das Gesamtjahr könnte somit unter die 6,7 Mrd. Euro des Jahres 2000 und damit auf das Niveau der Neunzigerjahre fallen (siehe Grafik). / [Business Insider](https://www.businessinsider.de/wirtschaft/aussenhandel-deutschland-russland-bricht-2023-um-90-prozent-ein-neue-zahlen-und-grafik/), [Statista](https://de.statista.com/statistik/daten/studie/291062/umfrage/deutsche-exporte-nach-russland/), [Dashboard Deutschland](https://www.dashboard-deutschland.de/indicator/tile_1667832713510?origin=dashboard&db=aussenhandel&category=konjunktur_wirtschaft)

31.07.2024

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