Über russische Banken wird immer weniger Geld illegal in Bargeld umgewandelt. Das Volumen verdächtiger Barauszahlungen hat sich im 1. Halbjahr 2026 im Jahresvergleich auf 7,4 Mrd. Rubel (78 Mio. Euro) mehr als halbiert, geht aus Daten der Zentralbank hervor. Insbesondere haben sich die Abhebungen von Privatkonten verringert (siehe Grafik). Auf solche Konten verteilen Scheinfirmen ohne echte Geschäftstätigkeit Geld in vielen Einzelüberweisungen, um es dann bar abzuheben, erklärt die Zentralbank. Der Umfang dieser Abhebungen schrumpfte um mehr als die Hälfte auf 6,4 Mrd. Rubel (67 Mio. Euro). Die russische Industrie- und Handelskammer führt das auf das Vorgehen gegen sogenannte Drops zurück, also Strohleute, über deren Konten illegale Zahlungen laufen. Ihre Karten würden inzwischen binnen eines Tages statt eines Monats enttarnt. / Kommersant (RU)