Wachstum dank Produktivität?
Das russische Wirtschaftsministerium hat seine Wachstumsprognose für das laufende und die beiden folgenden Jahre deutlich angehoben (siehe Grafik). Ihr zufolge soll die russische Wirtschaft bis Ende 2027 um insgesamt 12,3% wachsen, berechnete die Wirtschaftszeitung RBC ausgehend vom heutigen Bruttoinlandsprodukt. In der April-Prognose waren es 10,2%. Das Ministerium begründet seinen Optimismus mit einer schneller als erwartet steigenden Produktivität. Die russische Investmentbank Renaissance Capital bezweifelt das in ihrem Kommentar gegenüber der Wirtschaftszeitung RBC. Zwar sei insbesondere die Wachstumsprognose der Regierung für das laufende Jahr realistisch. Wachstumstreiber dürfte jedoch eher die starke Binnennachfrage sein, die sich wiederum mit der „geschlossenen Wirtschaft“ und hohen staatlichen Ausgaben erklären lasse. Ein Wachstum durch Produktivitätszuwächse hätte nicht zu einer höheren Inflation geführt, wie sie dieses Jahr zu beobachten war. / [RBC](https://www.rbc.ru/economics/06/09/2024/66dad7d99a79471e6fc6b518) (RU)
12.09.2024
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