Schlechte Wirtschaftsdaten überall


Aktuell mehren sich wieder die Berichte in westlichen Medien über einen vermeintlichen Niedergang der russischen Wirtschaft. Ein Vergleich von wirtschaftlichen und finanzpolitischen Kennzahlen Russlands mit westlichen Ländern zeigt jedoch ein differenzierteres Bild, so das Berliner Wirtschaftsportal IntelliNews.

Die unbequeme Wahrheit sei jedoch, konstatiert IntelliNews, dass einige der europäischen Länder, die schärfere Sanktionen und mehr Druck gegen Russland fordern, einer Wirtschaftskrise näher stehen als Russland. Bei einigen EU-Staaten liegen Verschuldung, Inflation und Haushaltsdefizite weit über den im Vertrag von Maastricht festgelegten Grenzen.

Die Tabelle zeigt Daten für das Jahr 2025. Am schlechtesten schneidet Russland bei der Inflation ab, die 2025 offiziell bei 5,6% lag. Seine Staatsverschuldung ist mit knapp 20% des Bruttoinlandsprodukts niedrig, allerdings muss es weit mehr für den Schuldendienst zahlen als westliche Länder. Grund dafür ist der hohe Leitzins, der 2025 mit durchschnittlich rund 19% sogar über dem Niveau in der Ukraine (rund 15%) lag. Mittlerweile liegt der russische Leitzins bei 14,5% und damit ein Prozentpunkt unter dem ukrainischen. / IntelliNews (EN)

07.05.2026

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