Regierung kürzt KMU-Förderung

Die russische Regierung will ihre Förderung von Krediten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ab 2025 wieder auflegen. Die Förderung neuer Kredite ist seit Juli ausgesetzt, da die im Budget 2024 dafür vorgesehenen Mittel zu diesem Zeitpunkt aufgebraucht waren, erfuhr die Wirtschaftszeitung Vedomosti von Banken-Insidern. Bis dahin waren im laufenden Jahr 10.800 Kredite über zusammen 306 Mrd. Rubel (2,8 Mrd. Euro) vergeben worden.

Der Bericht erwähnt nicht, wie hoch die staatliche Förderung 2024 war. In den kommenden Jahren solle die Summe jedenfalls stark sinken. Bis 2030 seien insgesamt 238 Mrd. Rubel (2,2 Mrd. Euro) vorgesehen, die Hälfte davon in den nächsten beiden Jahren. Diese Mittel würden überwiegend für die Bedienung bereits vergebener Kredite eingesetzt.

Die Förderung ermöglichte dieses Jahr Kredite zu Zinsen zwischen 7,5% und 15,75%, erklärt Vedomosti. Am Markt liegen die oft variablen Kreditzinsen aktuell bei mindestens 21%, was bedeutet, dass der Staat bis zu 13,5 Prozentpunkte der wahren Kreditkosten beisteuert. Um die Kosten zu deckeln, will das Finanzministerium die Förderung auf fünf Prozentpunkte festschreiben, ab 2027 sollen es nur noch drei Prozentpunkte sein. Zum 1. November hatten in Russland 649.088 KMU laufende Kredite bei russischen Banken, belegt die Statistik der Zentralbank. Das Gesamtvolumen dieser Kredite belief sich auf 14,4 Bio. Rubel (131,2 Mrd. Euro). / [Vedomosti](https://www.vedomosti.ru/economics/articles/2024/12/17/1081797-vlasti-opredelilis-s-sudboi-lgotnih-kreditnih-programm) (RU)

19.12.2024

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