Die Wirtschaften der 23 Länder Mittel-, Ost- und Südeuropas werden dieses Jahr um 2,1% und im Jahr 2027 um 2,5% wachsen, prognostiziert das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw). 2024 war die von wiiw beobachtete Region Europas noch um 3,7% gewachsen. Damit schrumpft der Wachstumsvorsprung der vom Wiener Institut untersuchten Länder gegenüber dem Euroraum. Die osteuropäischen Volkswirtschaften waren 2024 um insgesamt 0,9% gewachsen, für 2026 erwartet das wiiw ebenfalls ein Plus von 0,9% und für 2027 von 1,1%. Russland fällt nach dieser Rechnung vom drittletzten Platz im Jahr 2026 auf den letzten Platz 2027. Einer der Gründe für die abnehmende Dynamik in Ostmitteleuropa ist nach Einschätzung der Analysten, dass die Lohnkosten zuletzt stärker gestiegen sind als die Produktivität. Dies und nachlassende Direktinvestitionen würden das „bisherige Erfolgsmodell als Werkbank ausländischer Industriekonzerne“ infrage stellen, so die Analyse. / wiiw