Nachahmerprodukte in der Überzahl

Generika-Medikamente sind in Russland weniger verbreitet als in hochentwickelten Pharmamärkten wie der EU, den USA und Israel. Das schreibt die Boulevardzeitung Komsomolskaja Prawda und verweist auf eine Statistik des ungarischen Pharmaunternehmens Gedeon Richter, das in Russland über eine eigene Arzneimittelproduktion verfügt (siehe Grafik). Zum Vergleich: Der deutsche Lobbyverband Pro Generika berichtete, dass 2023 in Deutschland 80% der Verordnungen auf Generika entfielen, also auf Nachahmungen der Originalmedikamente, deren Patentschutz abgelaufen ist. Zugleich lag der Anteil der Generika in Deutschland an den Arzneimittelausgaben der Krankenkassen nur bei 8%. Gedeon Richter beziffert den Kostenanteil der Generika in Russland auf 31%. Gemessen an den Verkäufen der Apotheken ist die Dominanz der Generika jedoch noch größer. Wie der Marktforscher DSM berichtete, hatten sie 2023 einen Marktanteil von 87% nach Packungen und 71% nach Umsatz. / [KP](https://www.kp.ru/daily/27673.5/5024464/) (RU), [Pro Generika](https://www.progenerika.de/publikationen/generika-in-zahlen/), [RBC](https://www.rbc.ru/industries/news/65e5d2819a7947550cf5b3eb) (RU)

09.01.2025

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