Milliardärs-Rochade: Gold, Rubel, Sanktionen


Der Stahlmagnat und Großunternehmer Alexej Mordaschow ist laut dem neuen Ranking von Forbes Russia der mit Abstand vermögendste Russe (siehe Grafik). Der Severstal-Eigentümer profitierte dabei vor allem vom Anstieg des Goldpreises, wodurch seine Goldfirma Nordgold stark an Wert zulegte. 

Der Spitzenreiter der vergangenen beiden Jahre, der Ölmagnat Wagit Alekperow, fiel darin auf den dritten Platz zurück, hinter Mordaschow und dem Nornickel-Großaktionär Wladimir Potanin. Im Gegensatz zu ihnen stieg das Vermögen von Alekperow im vergangenen Jahr in Dollar gerechnet nur geringfügig. Dafür verantwortlich sind die US-Sanktionen gegen Lukoil, an dem Alekperow mit rund 28% beteiligt sein dürfte. Der Aktienkurs des größten privaten russischen Ölkonzerns verlor deswegen seit Oktober 2025 fast 30% an Wert. Ähnlich erging es zwei weiteren Schwergewichten unter den russischen Milliardären, Leonid Michelson und Gennadij Timtschenko. Ihr Vermögen besteht zu einem großen Teil aus Aktien des russischen Erdgaskonzerns Novatek. Auch deren Geschäfte waren im vergangenen Jahr durch die US-Sanktionen aus dem Vorjahr, belastet insbesondere gegen das Flüssiggasprojekt Arctic LNG-2. 

Die Zahl der russischen Milliardäre erhöhte sich von 146 auf 155, ihr Gesamtvermögen stieg von 625 auf 696 Mrd. Dollar. Ein wichtiger Faktor war der starke Rubelkurs, der im vergangenen Jahr um 16% gegenüber dem US-Dollar zulegte. / Forbes (RU)

24.03.2026

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