Ölsteuer-Plan übererfüllt

Seit diesem Jahr erzielt der russische Staat seine Einnahmen aus Erdöl und Erdgas mithilfe der Steuer auf die Gewinnung von Bodenschätzen, deren russische Abkürzung NDPI lautet. Davor flossen die Einnahmen in Form von Exportzöllen.Den laufenden Haushalt hatte das Finanzministerium im vergangenen Herbst auf Grundlage eines Ölpreises von 75 US-Dollar pro Barrel Brent entworfen. Den Preisabschlag für das Öl der russischen Marke Urals gegenüber der Nordseesorte setzte das Ministerium dabei mit 15 Dollar pro Barrel an, womit sich für den Haushalt ein Basispreis von 60 Dollar pro Barrel Urals ergab. Ob Zufall oder nicht, dieser Preis entspricht auch dem sogenannte Ölpreisdeckel des Westens auf Urals-Öl.

Im September beliefen sich die Steuereinnahmen (NPDI) laut dem Finanzministerium auf etwas mehr als 1 Bio. Rubel (9,5 Mrd. Euro). Damit verrechnet werden Subventionen für die Kraftstoffhersteller, mit denen die russischen Benzinpreise stabilisiert werden sollen. Am Ende blieben 772 Mrd. Rubel (7,3 Mrd. Euro) übrig, 4% mehr als im Vorjahresmonat.

Dass die tatsächlichen Einnahmen in allen Monaten nach Januar 2024 über den Basiseinnahmen lagen, verdankte sich hauptsächlich den Ölpreisen. Die großen Schwankungen bei den monatlichen Einnahmen erklären sich auch dadurch, dass ein Teil der Steuern nur vier Mal im Jahr eingezogen wird. / Kommersant [1](https://www.kommersant.ru/doc/7199391), [2](https://www.kommersant.ru/doc/6878125) (RU), [Oil Capital](https://oilcapital.ru/news/2023-10-18/minfin-otvernulsya-ot-urals-v-byudzhetnom-pravile-3073505) (RU)

08.10.2024

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