Öleinnahmen weniger wichtig

In den ersten neun Monaten des Jahres waren 28,25% der Einnahmen des russischen Staatshaushalts sogenannte Öl- und Gaseinnahmen. Darunter sind vor allem die Steuern bzw. Zölle auf die Förderung und den Export von Öl- und Gas sowie eine 2019 eingeführte Übergewinnsteuer für die Rohstoffbranche zusammengefasst. Ähnlich niedrig war der Anteil der Öl- und Gasannahmen an den Staatseinnahmen lediglich im Krisenjahr 2020 (siehe Grafik). Eine Erklärung für den ungewöhnlich niedrigen Anteil gibt der Rechnungshof selbst. So seien die Öl- und Gaseinnahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum wegen der niedrigeren Energiepreise um 2,9 Bio. Rubel (30 Mrd. Euro) auf 5,6 Bio. Rubel (57 Mrd. Euro) gesunken. Zugleich stiegen die übrigen Einnahmen um fast denselben Betrag auf 14,2 Bio. Rubel (145 Mrd. Euro). Das erhöhte Steueraufkommen jenseits von Öl und Gas verdanke sich der Stimulierung der Binnenwirtschaft durch den Staat. Die Ratingagentur AKRA gibt außerdem zu Bedenken, dass wegen der Übergewinnsteuer die Öleinnahmen ungleichmäßig über das Jahr verteilt sind. Der Anteil dürfte tatsächlich einige Prozentpunkte höher sein. Für 2024 erwarten die Analysten einen Anteil von 33% und in den Folgejahren einen weiteren Anstieg auf 34-36%. / [RBC](https://www.rbc.ru/newspaper/2023/11/23/655dcfa69a79471d752b6f80) (RU)

14.12.2023

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