Löhne wachsen langsamer
Seit 2008 haben sich die nominalen russischen Gehälter mehr als vervierfacht. Damals betrug das durchschnittliche Monatsgehalt 17.290 Rubel, im vergangenen Jahr waren es 73.709, so Daten der Statistikbehörde Rosstat. Die Lebenskosten haben sich in der gleichen Zeit mehr als verdreifacht, wenn man zu ihrer Berechnung das offizielle Existenzminimum heranzieht. Es stieg von 4953 auf 14.375 Rubel pro Monat. Das russische Wirtschaftsministerium erwartet bis 2027 in seinem Basisszenario einen weiteren Anstieg auf rund 103.000 Rubel. Damit würden die Löhne in Zukunft langsamer wachsen als in den vergangenen Jahren, schreibt die Wirtschaftszeitung Vedomosti. In Euro gerechnet verlief die Entwicklung seit 2008 weniger dynamisch. Bei einem [Kurs](https://ru.investing.com/currencies/eur-rub-historical-data) von etwa 36 Rubel pro Euro belief sich der Durchschnittslohn 2008 auf rund 480 Euro. 2014 blieb der Rubelkurs bis zum Einbruch gegen Jahresende meist unter der Marke von 50 pro Euro, der Durchschnittslohn betrug also rund 650 Euro. Heute kostet ein Euro fast 100 Rubel, womit sich die Löhne 740 Euro im Monat nähern. Über die vergangenen 16 Jahre ergibt das einen Anstieg von insgesamt 54% bzw. durchschnittlich 3,4% pro Jahr. Seit 2014 waren es im Schnitt nur noch 1,4% jährlich. / [Vedomosti](https://www.vedomosti.ru/economics/articles/2024/05/02/1034983-srednie-zarplati-rossiyan-previsyat-100-000-rublei-k-2027-godu) (RU)
08.05.2024
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