IPO statt Kredit

Im vergangenen Jahr haben acht russische Unternehmen den Börsengang (IPO) gewagt, so viele wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht innerhalb eines Kalenderjahrs. Dieses Jahr sind es bereits drei, am Ende dürfte die Zahl zweistellig sein, schätzt die Ratingagentur Expert RA. Ein Grund für den Boom könnten die hohen Kreditkosten in Russland sein, sie sich angesichts eines Leitzinses von 16% der Marke von 20% nähern, schreiben die Analysten. Statt bei Banken teure Kredite aufzunehmen, besorgen sich die Unternehmen Geld über die Ausgabe von Aktien an der Moskauer Börse. Die Unternehmen profitieren dabei von einer wachsenden Liquidität im Markt, so Expert RA. Das bedeutet, dass im Land viel Geld vorhanden ist, das seinen Weg auch an die Börse findet. Der Leitindex MOEX ist diese Woche über 3400 Punkte gestiegen und hat damit seit Jahresanfang rund 10% zugelegt. / Vedomosti, Finam (alle RU)

11.04.2024

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