
Ende Oktober 2025 gab das russische Finanzministerium Änderungen an der Hypothekenförderung bekannt. Betroffen ist insbesondere die sogenannte Familienhypothek, die Familien mit Kindern über subventionierte Kreditzinsen den Erwerb von Wohnraum erleichtern soll. Bisher konnte sie mehrmals in Anspruch genommen werden, z. B. zuerst auf den Vater und später auf die Mutter, um eine Erweiterung des Wohnraums zu finanzieren.
Ab dem 1. Februar 2026 ist nur noch eine geförderte Hypothek pro Familie möglich. Das führte zu einem Ansturm auf die Immobilienkredit-Förderung (siehe Grafik), der sich auch im Januar fortgesetzt hat. Laut der Sberbank belief sich das Volumen der genehmigten Hypothekenkredite im vergangenen Monat auf 300 Mrd. Rubel (3,3 Mrd. Euro), was dem Fünffachen des Vorjahreswerts für den gewöhnlich ruhigen Ferienmonat entsprach.
Im Dezember belief sich das Gesamtvolumen der Hypotheken laut dem Beratungsunternehmen Frank RG auf rund 816 Mrd. Rubel (9,1 Mrd. Euro). Das waren 60% mehr als im November und 181% mehr als im Dezember 2024. / RBC, Frank RG 1, 2, Izvestia 1, 2 (alle RU)