Ehen auf dem Rückzug
Die Zahl der Eheschließungen in Russland ist 2023 um 10% zum Vorjahr zurückgegangen. Laut der Statistikbehörde Rosstat gingen 946.000 Menschen die Ehe ein, nach 1,05 Mio. im Vorjahr. 2021 waren es mit 924.000 Menschen etwas weniger als im vergangenen Jahr. In Deutschland verlief die Entwicklung in den vergangenen drei Jahren ähnlich. Laut dem Statistischen Bundesamt sank die Zahl der Eheschließungen 2023 gegenüber 2022 um 6,1% und lag mit 361.000 leicht über dem Niveau von 2021 mit 358.000. 2022 waren es 391.000. Langfristig ist die Tendenz bei den Ehen in beiden Ländern negativ. In Russland gab es 2014 noch 1,23 Mio. Eheschließungen, also rund 23% mehr als zuletzt. In Deutschland fiel ein Großteil des Rückgangs auf die Zeit vor der Jahrtausendwende. 2001 war die Zahl zum ersten Mal unter die Marke von 400.000 gefallen (390.000). 1990 waren es 516.000, wobei diese Zahl West- wie Ostdeutschland berücksichtigen dürfte. Der deutsche Rekord von 750.000 geht auf das Anfangsjahr der Statistik 1950 zurück. Damals lebten 69,3 Mio. Menschen auf dem gesamtdeutschen Gebiet. Das Statistische Zentralamt der UdSSR wies für jenes Jahr fast 2,1 Mio. Eheschließungen aus, bei einer Gesamtbevölkerung von 181 Mio. Menschen. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7015571) (RU), [Statista](https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1323/umfrage/eheschliessungen-in-deutschland/), [Stat. Bundesamt](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/06/PD24_251_126.html), [Sozialpolitik aktuell](https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Bevoelkerung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbVII100.pdf), [IstMat](https://istmat.org/node/18483) (RU), [pdwb](http://www.pdwb.de/kurz_rus.htm#:~:text=Die%20heute%20selbst%C3%A4ndigen%2015%20Republiken,Einwohnern.)
17.09.2024
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