Deutschland: Unternehmen wählen das Ausland

Der einstige Exportweltmeister Deutschland investiert traditionell mehr im Ausland als ausländische Unternehmen im Inland. In den vergangenen Jahren hat die Diskrepanz zwischen beiden Strömungen von Firmenkapital jedoch „dramatische Ausmaße“ erreicht, bemerkt das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einem [Kurzbericht](https://www.iwkoeln.de/studien/christian-rusche-aktuelle-entwicklungen-von-direktinvestitionen.html). Aus der Statistik der Bundesbank ist ersichtlich, dass im vergangenen Jahr 94 Mrd. Euro an Kapital abgeflossen sind. Das sei der dritthöchste Wert seit 1971, soweit die Daten zurückreichen. Die beiden Jahre mit noch höheren Abflüssen waren 2021 mit 100 Mrd. und 2022 mit 125 Mrd. Euro. Das IW sieht in den Zahlen einen Warnhinweis auf Schwächen des Industriestandorts Deutschland.Bei den hier betrachteten Direktinvestitionen handelt es sich „vor allem um Übernahmen, Neugründungen, Reinvestitionen von Gewinnen sowie Krediten zwischen verbundenen Unternehmen über Ländergrenzen hinweg“, erklärt das IW. Im vergangenen Jahr verzeichnete Deutschland 21,9 Mrd. Euro Zuflüsse von ausländischen Direktinvestitionen, während deutsche Unternehmen 116 Mrd. Euro im Ausland investierten („Abflüsse“). / [IW](https://www.iwd.de/artikel/standort-d-verlust-an-firmenkapital-legt-schwaeche-offen-615127/), [Bundesbank](https://www.bundesbank.de/resource/blob/805268/34d169f58e50517d316136e4857f3ae4/mL/0-zahlungsbilanzstatistik-data.pdf)

26.03.2024

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