Deutschen Bauern droht Düngerschock


Düngemittel sind ein bedeutender Ausgabeposten der deutschen Landwirtschaft. Das Bundesministerium für Landwirtschaft (BMLEH) schätzt, dass die Landwirte im Jahr 2025 rund 2 Mrd. Euro für Zukäufe von Düngemitteln ausgegeben haben, wobei Stickstoffdünger drei Viertel davon ausmachte. Zum Vergleich: Für zugekaufte Futtermittel gaben die Landwirte 9,8 Mrd. Euro aus, für Treib- und Brennstoffe 3 Mrd. Euro und für Strom 1,1 Mrd. Euro. Alle diese Werte enthalten keine Umsatzsteuer.

Falls die Düngemittelpreise infolge der Iran-Krise auf Jahresbasis um 50% steigen, könnten auf die deutschen Landwirte Mehrkosten für Düngemittel in Höhe von rund 850 Mio. Euro zukommen. Das ergab unsere Modellrechnung. Dieses mittlere Szenario läge bereits in der Größenordnung des Krisenjahres 2022, in dem die Preise im Jahresschnitt um knapp 50% über dem Niveau von 2021 lagen. Im extremen Stressszenario mit einem Anstieg der Preise auf die Rekordwerte von 2022 und darüber hinaus wäre rechnerisch eine beinahe Verdopplung der Ausgaben (+1,7 Mrd. Euro) möglich. / BMLEH

02.04.2026

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