
Im vergangenen Jahr gab es nur 61 Datenlecks in russischen Unternehmen, bei denen die gestohlenen Daten öffentlich zugänglich wurden. Das berichtet der russische Datenleck-Analyst DLBI. In den vergangenen Jahren waren solche Fälle um ein Vielfaches häufiger (siehe Grafik).
Ein möglicher Grund für den Rückgang sind die seit 2025 verschärften Bußgelder von bis zu 3% des Jahresumsatzes, die Unternehmen zu größerer Sorgfalt im Umgang mit den Daten bewegen sollen. Das russische Cyber-Security-Unternehmen Positive Technologies vermutet hingegen, dass sich das Vertriebsmodell der Datendiebe verändert hat. Statt die Datensätze in Foren oder im Darknet offen anzubieten, verkaufen sie sie an Betreiber sogenannter Abfrage-Bots, etwa auf Telegram. Über sie können einzelne Daten abgerufen und gekauft werden. / Vedomosti (RU)