Chinesen und Türken dominieren

Für sogenannte „hochqualifizierte Spezialisten“ (HQS) gelten in Russland weniger strenge Visumsvorschriften als für die übrigen Arbeitsmigranten. Eine der Voraussetzungen für diesen Status ist ein Gehalt von im Regelfall mindestens 750.000 Rubel (8000 Euro) pro Quartal. Wie viele HQS bei Unternehmen in Russland beschäftigt sind, wird nicht erfasst. Einen Hinweis gibt jedoch die Zahl der vom Innenministerium jedes Jahr erteilten Arbeitserlaubnisse. Die Grafik zeigt die Entwicklung seit dem Start des HQS-Programms (siehe Grafik). Darin sind auch genehmigte Verlängerungen der HQS-Arbeitserlaubnis enthalten, die für den Zeitraum von einem bis zu drei Jahren erteilt wird. Laut einer Studie der Moskauer Verwaltungsuniversität Ranepa entfielen im vergangenen Jahr 33% der Erlaubnisse auf Chinesen. Den hohen Anteil führen Experten auch darauf zurück, dass chinesische Händler sich gegen Bezahlung von russischen Unternehmen als HQS anstellen ließen. Anschließend würden sie sich selbständig etwa als Händler im Land betätigen. An zweiter Stelle standen mit 28% die Türken, weit vor den Indern mit 12% sowie Südkoreanern (3%) und Serben (2%). Diese Verteilung habe sich in den vergangenen fünf Jahren kaum geändert, so die Wissenschaftler. Vor 2022 hätten sich jedoch die Ukraine und Deutschland noch nahe der Top-5 der HQS-Herkunftsländer befunden. / [Vedomosti](https://www.vedomosti.ru/management/articles/2024/06/17/1044122-chislo-zarubezhnih-visokokvalifitsirovannih-spetsialistov-v-rossii-upalo) (RU)

25.06.2024

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