Brennen statt kaufen
Die Verkäufe von Alkohol in Russland sind in den ersten beiden Monaten des Jahres um 12,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 32,05 Mio. Dekaliter gefallen, meldet die Aufsichtsbehörde Rosalkogoltabakkontrol (RATK). Wie im Morgentelegramm vom vergangenen Dienstag berichtet, war der Rückgang der russischen Produktion noch größer. Sie fiel um 27% auf 32,5 Mio. Dekaliter. Der Konsumforscher Nielsen schlüsselt den Absatzeinbruch nach Getränken auf (siehe Grafik).
Seit Jahresbeginn stiegen die Verbrauchssteuer und der Einzelhandels-Mindestpreis für Wodka und andere hochprozentige Getränke um 15%. Das ließ die Preise steigen und verdrängte die billigsten Produkte vom Markt. Beobachter vermuten, dass ihre bisherigen Käufer verstärkt auf selbst gebrannten Alkohol zurückgreifen. Der größte russische Onlinehändler Wildberries verzeichnete im 1. Quartal im Jahresvergleich 5% mehr Verkäufe von Brennapparaten, jedoch auf niedrigem Niveau, wie das Unternehmen einschränkte, ohne Zahlen zu nennen.
Der Trend dürfte sich noch verstärken. Laut dem Fiskaldatenbetreiber Ewotor zahlten die Kunden in unabhängigen russischen Supermärkten im März durchschnittlich 13% mehr für Alkoholgetränke als vor einem Jahr. Unternehmen wie der Wodka-Hersteller Kristall sprechen hingegen von einem Sprung der Selbstkosten im vergangenen Jahr um 30%. Die gestiegenen Kosten würden künftig verstärkt auf die Kunden umgelegt, so Kristall.
Ein weiterer Faktor sind Beschränkungen des Alkoholverkaufs. Von der 2024 geschaffenen rechtlichen Möglichkeit haben bereits einige Regionen Gebrauch gemacht. So dürfen Geschäfte im Gebiet Wologda seit dem 1. März nur noch zwischen 12 und 14 Uhr Alkohol verkaufen. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7642319), [Gogov.ru](https://gogov.ru/news/910533) (beide RU)
Seit Jahresbeginn stiegen die Verbrauchssteuer und der Einzelhandels-Mindestpreis für Wodka und andere hochprozentige Getränke um 15%. Das ließ die Preise steigen und verdrängte die billigsten Produkte vom Markt. Beobachter vermuten, dass ihre bisherigen Käufer verstärkt auf selbst gebrannten Alkohol zurückgreifen. Der größte russische Onlinehändler Wildberries verzeichnete im 1. Quartal im Jahresvergleich 5% mehr Verkäufe von Brennapparaten, jedoch auf niedrigem Niveau, wie das Unternehmen einschränkte, ohne Zahlen zu nennen.
Der Trend dürfte sich noch verstärken. Laut dem Fiskaldatenbetreiber Ewotor zahlten die Kunden in unabhängigen russischen Supermärkten im März durchschnittlich 13% mehr für Alkoholgetränke als vor einem Jahr. Unternehmen wie der Wodka-Hersteller Kristall sprechen hingegen von einem Sprung der Selbstkosten im vergangenen Jahr um 30%. Die gestiegenen Kosten würden künftig verstärkt auf die Kunden umgelegt, so Kristall.
Ein weiterer Faktor sind Beschränkungen des Alkoholverkaufs. Von der 2024 geschaffenen rechtlichen Möglichkeit haben bereits einige Regionen Gebrauch gemacht. So dürfen Geschäfte im Gebiet Wologda seit dem 1. März nur noch zwischen 12 und 14 Uhr Alkohol verkaufen. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7642319), [Gogov.ru](https://gogov.ru/news/910533) (beide RU)
15.04.2025
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