Boom schwächt sich ab

Das rasante Wachstum des russischen E-Grocery-Markts, also der Internetbestellungen von Lebensmitteln und anderen Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs, hat sich dieses Jahr verlangsamt. Laut dem Einzelhandels-Analysten Infoline ist das Marktvolumen im 3. Quartal erstmals seit mindestens vier Jahren gegenüber dem vorangegangenen Quartal gefallen (siehe Grafik). Für das traditionell umsatzstärkste letzte Jahresquartal erwartet Infoline ein Plus gegenüber dem Vorjahresquartal um nur noch 27% auf 378 Mrd. Rubel (3,56 Mrd. Euro). Im vergangenen Jahr belief sich das entsprechende Wachstum noch auf 57%, 2022 waren es 37% und 2021 knapp 54%.

Als Grund für das langsamere Wachstum gelten geringere Investitionen der Anbieter etwa in Werbung und Logistik infolge der hohen Zinsen in Russland sowie der Mangel an Kurieren. Laut dem Jobportal Avito.Rabota lag das Durchschnittsgehalt bei den Lieferdiensten im Sommer in den russischen Großstädten bei 119.300 Rubel (1123 Euro), was einen Anstieg binnen eines Jahres um 50% bedeutete. Wegen der gestiegenen Kosten haben einige Händler erstmals Liefergebühren eingeführt oder sie erhöht, was zu einem Rückgang der Nachfrage führte. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7310385) (RU)

21.11.2024

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